Wissen durch kommunizierendes Lernen

WiKoLe - Das Methodenset für die Wissenskommunikation
im unternehmerischen Alltag


Bedarf bei den Unternehmen

Die Entwicklung des Methodensets "Wissen durch Kommunizierendes Lernen" wurde bei der Problemlösung in kooperierenden Unternehmen eingesetzt und durch eine Vielzahl von Anregungungen begleitet. Dabei lagen folgende Aspekte im Fokus unserer Untersuchung:

Wissensverlust bei der Projekt-Kommunikation
Das Wissen der Mitarbeiter wird während des Ablaufs von Projekten, nach ihrem Abschluss, aber auch zwischen verschiedenen Projekten zu wenig und nicht zielorientiert in Bezug auf das dabei gewonnene  neue Wissen  kommuniziert.

Doppelarbeit
Eine mangelhafte Projekt-Kommunikation führt darüber hinaus nicht nur zur ungenügend differenzierten Generierung neuer Erkenntnisse, sondern auch zu einer ungenügend transparenten Darstellung von Erfahrungen Einzelner. Dadurch geht häufig individuelles Wissen verloren, obwohl es unternehmensrelevant und bewahrenswert wäre. Durch den Verlust dieses Erfahrungswissens kommt es zu Doppelarbeit und zu vermeidbaren Wiederholungen in den individuellen Lern-prozessen der Mitarbeiter.

Einarbeitungsprozesse
Aber auch der Wissensaustausch zwischen Erfahrungsträgern in Unternehmen und „Neueinsteigern“ verläuft nur selten optimal.  Wertvolles Wissen, das die Neueinsteiger aus Studium, aber auch aus vorangegangenen Arbeits- und Lebenserfahrungen in das Unternehmen mitbringen, wird häufig zu wenig akzeptiert und einbezogen. Gleichermaßen fehlt es an systematischen Routinen, um das Wissen der Erfahrungsträger gezielt an die Neueinsteiger zu übermitteln.

Wissens-Explizierung
Die Herausforderungen der Wissenskommunikation beinhalten in zunehmendem Maß auch den Transfer von individuellem, so genanntem impliziten Wissen Einzelner in das Wissen des Unternehmens. Das erfordert Methoden der Explizierung impliziten Wissens in seinen verbalisierbaren Anteilen.

Umgang mit Emotionen
Die Entstehung und Integration von Wissen in den individuellen Erfahrungskontext wird stark von den damit verbundenen Emotionen und Hintergrundannahmen beeinflusst. Daher müssen auch Emotionen in der Wissenskommunikation mit innovativen Methoden systematisch thematisiert und für die Wissensprozesse genutzt werden.

Wissenskultur
Das Wissen der Unternehmen ist nicht nur in den Köpfen Einzelner enthalten. Unternehmenswissen existiert ebenso in den Routinen, Prozessen, Praktiken und Normen, die von den Mitarbeitern und Führungskräften gelebt werden – also in der Unternehmenskultur, die zunehmend eine Wissenskultur werden sollte. Damit diese Wissenskultur entsteht, ist eine neue Denk- und Herangehensweise an die Organisation von Wissensflüssen in Unternehmen erforderlich.